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Einordnung

Surfparks in Deutschland

Wellenbecken und stehende Wellen im Überblick – inklusive Werne

Surfen ohne Meer: In Deutschland sind mittlerweile mehrere Anlagen mit künstlichen Wellen in Betrieb, im Bau oder in Planung – als großes Wellenbecken oder als stehende Welle. Diese Seite ordnet den geplanten Surfpark SURFWRLD in Werne in die bundesweite Landschaft ein: kein Ranking, keine Werbung, nur der Überblick mit Quellen. Informationsstand: 4. Oktober 2026.

Ein Surfer fährt eine brechende Welle in einem Wellenbecken, im Hintergrund ein VW-Bulli und Holzkabinen am Beckenrand
Foto: Simone Venturini auf Pexels

Was zählt als Surfpark?

Gemeint sind gebaute Anlagen mit technisch erzeugten Wellen zum Wellenreiten – nicht natürliche Flusswellen wie die Eisbachwelle in München, die ohne Anlage entstehen. Zwei Techniken kommen dabei zum Einsatz: Wellenbecken erzeugen einzelne, auslaufende Wellen wie im Meer, meist über Luftkammern oder mechanische Wellensysteme. Stehende Wellen (Rapid Surfing bzw. Citywave) halten die surfende Person dagegen an einer Stelle im ständig fließenden Wasser. Beide Typen sind unten vertreten.

In Betrieb

  • o2 SURFTOWN MUC

    Hallbergmoos bei München, Bayern · Wellenbecken

    Eröffnet am 10. August 2024.

    180 m langer Pool auf 20.000 m² Fläche. 34 einzeln steuerbare Luftkammern erzeugen Wellen bis 2,2 m Höhe mit Ride-Längen von bis zu 25 Sekunden – laut Betreiber die längste künstlich erzeugte Welle Europas.

  • Wellenwerk Berlin

    Lichtenberg, Berlin · Stehende Welle (Citywave)

    Eröffnet am 22. November 2019.

    8,5 m breiter Pool, Welle bis 1,6 m hoch, Wassertemperatur ganzjährig rund 27 °C. Laut Betreiber die breiteste fest installierte Indoor-Welle Deutschlands.

  • Hasewelle Osnabrück

    Osnabrück, Niedersachsen · Stehende Welle (Citywave)

    Eröffnet am 3. März 2018.

    7,5 m breite, 1,5 m hohe Welle im L&T-Sporthaus – nach Betreiberangaben die erste Indoor-Surfwelle Norddeutschlands.

Im Bau oder in Planung

  • SURFWRLD Werne

    Werne, Nordrhein-Westfalen · Wellenbecken, langfristig ergänzt um eine stehende Welle

    Baustart als nächster Schritt angekündigt, noch kein bestätigter Termin. Ziel für den Betriebsstart: Frühsommer 2028.

    Geplante Hauptbecken-Länge bis 242 m, Grundfläche je Becken 15.000–19.000 m², Wellen bis rund 2 m Höhe. Bebauungsplan seit 18. August 2025 rechtskräftig, mehrere Baugenehmigungen bereits erteilt.

  • Surfgarten Stade

    Stade, Niedersachsen · Wellenbecken

    Bau durch gerichtliche Anordnung gestoppt; der Baustopp bestand laut Gerichtsentscheidung auch im Mai 2026 fort.

    Rund 5 Hektar Fläche, laut Projektträger bis zu 1.000 Wellen pro Stunde, Investitionsvolumen von rund 20 Mio. €. Erste Erdarbeiten begannen Ende 2024, wurden aber nach einem Eilantrag einer Umweltorganisation gestoppt.

  • Havelwelle

    Nuthetal bei Potsdam, Brandenburg · Stehende Welle (geplant)

    Bau seit April 2025 gestoppt, Betreiber hat Insolvenz angemeldet. Ursprünglich für Sommer 2025 geplante Eröffnung nicht eingetreten, Fortsetzung unsicher.

    Geplant als 14 m breite Welle – nach Projektangaben die breiteste stehende Indoor-Welle der Welt –, kombiniert mit Tiny-Houses und Vanlife-Stellplätzen.

  • Neuseenland Leipzig

    Leipzig, Sachsen · Wellenbecken (AllWaves-Technologie)

    Frühe Planungsphase, Genehmigungsunterlagen seit September 2024 bei den Behörden.

    Kooperationsprojekt von Stoke GmbH und dem Wellenbecken-Hersteller AllWaves im Leipziger Neuseenland. Kein Baubeginn bekannt.

Werne im Vergleich

Mit einer geplanten Hauptbecken-Länge von bis zu 242 m wäre SURFWRLD bei Fertigstellung eines der größten Wellenbecken-Projekte Deutschlands – ein Baustart hat nach unserem Informationsstand aber noch nicht stattgefunden. Andere Großprojekte wie Stade und die Havelwelle zeigen: Zwischen Ankündigung und Betrieb liegen bei Surfparks oft Jahre, gerichtliche Verfahren oder Finanzierungsprobleme. Den aktuellen Zeitplan für Werne halten wir getrennt fest.