Die Stadtverwaltung Werne meldete am 9. Januar 2026 den Start einer digitalen Passantenfrequenzmessung in der Steinstraße, der zentralen Einkaufsstraße der Innenstadt. Ein Laserscanner oberhalb der Stadt-Parfümerie Pieper zählt seitdem mit einer vierfachen Lichtschranke rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, anonym und laut Stadt DSGVO-konform vorbeigehende Personen samt Laufrichtung. Technischer Partner ist die hystreet.com GmbH, die vergleichbare Systeme bereits in über 100 deutschen Städten betreibt; gefördert wird das Projekt über das Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“.
Werne Plus ordnete das Projekt unter dem Titel „Werne will's wissen“ ausdrücklich auch im Zusammenhang mit SURFWRLD ein: 2026 sammelt die Stadt ein volles Jahr an Basisdaten zur Innenstadt-Frequenz, bevor der Surfpark öffnet – damit lässt sich später vergleichen, ob die neue Freizeit- und Forschungsanlage tatsächlich mehr Bewegung in die Innenstadt bringt. Das knüpft an die politische Debatte um die Innenstadt-Anbindung an, die im September 2025 mit einem SPD-Antrag und Überlegungen zu einer kreativeren Verkehrsanbindung begonnen hatte.
Erste Ergebnisse, die die Wirtschaftsförderung Werne (Geschäftsführer Matthias Stiller) laut Ruhr Nachrichten am 1. Juli 2026 dem zuständigen Ausschuss vorstellte: Markttage sind die stärksten Frequenztreiber, Samstage liegen unterdurchschnittlich. Im Mai 2026 zählte der Scanner wegen mehrerer Veranstaltungen (Maikirmes, Streetfood, Maimarkt) 153.645 Passanten – deutlich über dem bisherigen Monatsdurchschnitt von 119.857. Ob sich damit später auch ein messbarer SURFWRLD-Effekt belegen lässt, hängt vom noch offenen Eröffnungstermin ab (siehe Eröffnung) und bleibt bis dahin unbeantwortet.